Warum Selbstportrait?

Als ich anfing zu fotografieren, nutzte ich mich selbst aus Bequemlichkeit aber auch aus Unsicherheit als Model.
Bequemlichkeit deshalb, weil ich mir immer zur Verfügung stehe, wenn ich Lust habe, zu fotografieren und genau weiß, WAS ich will. Ich will in meinen Bildern Geschichten erzählen und mit Stimmungen malen. Meistens habe ich schon ein recht genaues Bild in meinem Kopf, bevor ich überhaupt loslege. Wenn ich allein bin, habe ich alle Zeit der Welt und muss mir nicht erklären, wie ich mir dies und jenes vorstelle. Niemand hält meine Ideen für absurd. Das ist entspannt und es macht nichts, wenn mal alles schief geht.
Und dann ist da noch die Sache mit der Unsicherheit. Für einen Anfänger ist die Kamera ein großes Mysterium und selbst nach Jahren der Erfahrung funktioniert nicht immer alles so, wie man will, vor allem, wenn man sehr experimentelle Ideen umsetzen möchte. Einen anderen Menschen konzeptuell zu fotografieren, ohne dass es gestellt wirkt, erfordert sehr viel Vertrauen zueinander und zu sich selbst. Ich kenne das von mir: stehe ich vor meiner eigenen Kamera, fällt es mir nicht schwer, natürlich zu sein, aber wenn mich eine fremde Linse visiert, bin ich wie ein Reh. Gleichzeitig Fotograf und Element des Bildes zu sein, überlässt mir wahnsinnig viel Freiraum und Kontrolle zugleich. Heute ist es weniger die Unsicherheit , die mich zum Selbstauslöser greifen lässt, als die Tatsache, dass ich im passenden Moment selten Menschen um mich herum habe und ich spontan sein kann… aber natürlich fotografiere ich auch gerne andere Menschen, wenn sich die Gelegenheit bietet.

Die Figuren und Charaktere, welche ich in meinen Bildern verkörpere, sind oft sehr emotional, surreal, manchmal traurig, dramatisch. Ich mag das. Melancholische Bilder bedeuten aber keineswegs, dass ich traurig bin oder es mir schlecht geht. Im Gegenteil: Ich bin generell ein sehr glücklicher Mensch. Natürlich gibt es auch in meinem Leben Höhen und Tiefen und manchmal packt mich der Blues für eine Weile…aber ich liebe mein Leben.!
Und ich liebe es, Geschichten zu erfinden und sie durch Bilder zu erzählen. Mal laut, mal ganz leise.

2010

Diese kleine Reihe von Schnappschüssen war der erste Versuch meines 14-jährigen Ichs (2010), Emotionen durch Fotografie auszudrücken….aller Anfang, sozusagen (:

Advertisements

hinterlasse einen Kommentar.!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s