Zurück.Zuhaus.Daheim.

backagain_klein

Es fühlt sich merkwürdig an, morgens aufzuwachen und durch die halb geöffneten Dachfenster die Kirchenglocken schlagen zu hören…es riecht nach Zuhause, alles ist vertraut und seltsam neu zugleich – ich glaube, ich bin Daheim. Angekommen….zumindest ein Bisschen.

Monate sind vergangen, in welchen ich so viel erlebt habe, wie nie zuvor. Jeder Tag gefüllt mit neuen Eindrücken, Bildern, Klängen, Gerüchen, Gefühlen. Ich bin erstaunt, dass mein Kopf noch nicht geplatzt ist.

Jetzt also Zuhause. Freunde wiedersehen, Familie, vermisste Dinge tun und Vertrautes mit anderen Augen betrachten. Hab ich mich verändert oder die Anderen?

Meine Speicherkarten sind gefüllt, es gibt so viel zu erzählen und auch hier möchte ich euch teilhaben lassen und anstecken mit Reiselust und Fernweh, aber das braucht Zeit. There and back again, – Tolkien’s Worte kamen mir so in den Sinn, als ich das Bild betrachtete und da fand ich es ganz passend. Zwar mag ich bisher noch keinen lebendigen Drachen kennengelernt haben, doch in Sachen Abenteuer bin ich auf einem Guten Weg, denke ich (:

In diesem Sinne freue ich mich, wieder hier zu sein und kann es kaum erwarten, euch ein Stück mitzunehmen und wieder Leben in diesen Blog zu bringen….

 

Lebenszeichen

Fuer all diejenigen, die in den letzten Wochen vergeblich nach den neusten Puzzelteilen meines 365-Tage-Projektes Ausschau gehalten haben, kommt nun dieses kurze Telegramm aus sonniger Ferne. Ich hatte ja schon zu Beginn des Projektes angekuendigt, dass ich in diesem Jahr viel spontan unterwegs und auf Reisen sein werde – und so ist es auch gekommen. Und auch wenn ich unterwegs natuerlich weiterhin liebend gerne fotografiere, zaehlt es fuer mich nicht wirklich zu dem (eher konzeptionellen) Projekt.

 Nun aber ein kleines Update zu meiner aktuellen kleinen Weltreise.


Seit etwas mehr als einem Monat bin ich nun schon unterwegs in der Weltgeschichte, angefangen in einem Land, welches zunaechst keineswegs ganz oben auf meiner Liste stand, mich im Nachhinein jedoch ungemein bereichert hat: Russland. Die Hauptstadt des alten Zarenreiches war meine erste Destination und vor allem der Start einer sehr abenteuerlichen und fantastischen Art des Langsamreisens: Meiner Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn!

Diese verdient natuerlich (mindestens) einen eigenen Blogbeitrag und ich kann es kaum erwarten, euch durch meine Bilder ein Stueck mitzunehmen, sobald ich wieder Zuhause bin.  Dies ist nun also nur eine ganz grobe Skizze der vergangenen Wochen…

Von Moskau aus ging es also auf Schienen ‚gen Osten durch zahlreiche Birkenwaelder ueber die kontinentale Grenze nach Asien in das schoene, raue Sibirien zum Bailkal, dem tiefsten und aeltesten Suesswassersee der Erde. Da ich mich fuer die transmongolische Route entschieden hatte, ging die Fahrt von dort aus in suedlicher Richtung durch weite Steppenebenen weiter nach Ulaanbaatar, durch die Wueste Gobi und muendete schliessslich nach 7 Zeitzonen mit einer Halbmondkurve in Peking, China.

Der zweite Abschnitt meiner Reise fuehrte mich weiter suedlich nach Malaysia, dann spontan mit einem meiner Lieblingsmenschen nach Kambodscha und nun bin ich in Bangkok, einer der wohl verruecktesten Staedte dieses Planeten angekommen. Hier enden meine Plaene – nicht aber meine Reiselust-  und bin schon gespannt, wohin es mich als naechstes treiben wird…

Ich hoffe, Ihr versteht nun meine Projektpause und vielleicht seid Ihr auch schon ein klein Wenig neugierig auf meinen Bericht (:

Auf bald,

Eure Madeleine